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Farbwelten








 

 


Ich stehe inmitten der Farbe,


zwischen Form und Auflösung,


zwischen Sein und Werden.



Meine Malerei ist kein Handwerk, sie ist ein Zustand!

Ein Atmen zwischen Innen und Außen, zwischen dem was sich zeigt und dem was verborgen bleiben will.



Das Gegenständliche ist mein Ursprung - das Abbild der Welt.



Doch das Abstrakte zieht mich fort - in Sphären, in denen Farbe zu Sprache wird und Geste und Linie zu Atem.

Dort,  wo kein Ding mehr benannt werden muß, beginnt das eigentliche Sehen.



Expressionismus - das ist für mich kein Stil, sondern eine Haltung.

Er ist das Bekenntnis zur Unruhe, zum Puls der Seele.

Er ist der Moment, in dem die Hand schneller weiß als der Verstand.

In jedem Pinselstrich liegt ein Echo dessen, was ich noch nicht verstehe, doch ahne - in Farbe übersetzt.



Wo will ich hin?

Ich will dorthin, wo das Bild mich überholt, wo es eigenständig wird, wo ich nur noch Zeuge bin seiner Entstehung.



Wo darf ich sein?

Ich darf sein in der Schwebe, im Unfertigen, im Moment des Übergangs.



Und wer bin ich?

Ich bin die, die im Farbraum sucht.

Ich bin die, die sich verliert in Bewegung, um sich im nächsten Strich neu zu finden.

Jedes Bild von mir ist eine Spur - ein Abdruck meines Daseins.



Vielleicht ist das meine Wahrheit:

Nicht zu wissen, wer ich bin und doch weiter zu malen!

 

 


 

 





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